Immer mehr Bettwanzen in deutschen Betten2018-08-13T16:45:03+00:00

Bettwanzen der Feind in unseren Betten

Bettwanzen in unseren Betten

Die Bettwanzen (Cimex lectularius), auch Hauswanze, ist eine Wanze aus der Familie der Plattwanzen (Cimicidae). Die Bettwanzen sind darauf spezialisiert, in den Schlafplätzen von homoiothermen (gleichwarmen) Lebewesen – vor allem Menschen – zu leben und sich von deren Blut zu ernähren. Sie sind Zivilisationsfolger und gelten als klassische Parasiten. Das mit typischen Hauterscheinungen und Symptomen einhergehende Krankheitsbild, das durch den Stich von den Wanzen hervorgerufen wird, bezeichnet man als Cimikose.

Ausgewachsene Bettwanzen sind ungesogen 4-6 mm lang, vollgesogen fast 10 mm und rotbraun. Durch ihre flache Form können sie sich in kleinen Ritzen verstecken. Junge Bettwanzen ähneln in ihrem Aussehen den erwachsenen Wanzen, sie sind aber kleiner und heller gefärbt. Erwachsene Bettwanzen haben im Gegensatz zu anderen Wanzen keine Flügel. Die ovalen Eier sind weisslich, etwa 2.5 mm lang und 0.5 mm im Durchmesser. Diese Wanzenart hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 6 bis 12 Monaten. Die Eier der Tiere entwickeln sich je nach Temperatur in 4 – 6 Wochen, sie können in unten genannten Verstecken 6 – 9 Monate ohne Nahrung überleben.

Erwachsene Wanzen saugen alle 3 – 7 Tage Blut. Abgetötet werden die Bettwanzen u.a. mit einem hochmordernen Heißdampfgerät zur giftfreien Bekämpfung von versteckt lebenden Insekten, insbesondere von Bettwanzen. Durch den im Gerät erzeugten bis zu 180 Grad heißen trockenen Wasserdampf werden alle Entwicklungsstadien (einschließlich der Eier) binnen Sekunden 100% sicher abgetötet.

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* Bettwanze (Cimex lectularius) Photo by A.L. Szalanski, 2007

Nicht nur im Bett: Verstecke von Bettwanzen

Mit bloßem Auge sind Bettwanzen nicht einfach zu finden. Die kleinen Monster sind Meister im Verstecken und flüchten sich in MatratzennähteBettgestelle, hinter Tapeten, in die Gardinen oder unter die Fußleiste, sobald das Licht angeht.

Steckdosen, Elektrogeräte, Jalousien und Gardinen sind ebenfalls beliebte Aufenthaltsorte der Schädlinge, wie das Umweltbundesamt (UBA) erklärt. In diesen Verstecken legen die Bettwanzen auch ihre Eier ab.

Allerdings verraten dir folgende Anzeichen, dass du es möglicherweise mit einem Bettwanzenbefall zu tun hast:

  • Geruch: Bei Stress stoßen die Tiere einen süßlichen Geruch aus, der häufig mit den Früchten der Korianderpflanze verglichen wird. Ist ein Zimmer von Bettwanzen befallen, verbreitet sich dieser Geruch früher oder später in der gesamten Wohnung.
  • Bissstellen: Die Bisse sind häufig in einer Reihe angeordnet. Rötungen, Schwellungen und Juckreiz nehmen zunächst einmal zu, bevor sie abklingen.
  • Kotspuren: Profis für Schädlingsbekämpfung erkennen die Intensität des Befalls an der Menge des Wanzenkots (vor allem an der Matratzenunterseite in der Nähe der Schlupflöcher und Verstecke).

Test: Wenn du einen Wanzenbefall ausschließen möchtest, solltest du dein Bett am Abend mit frischer weißer Bettwäsche beziehen. Am nächsten Morgen stehst du vorsichtig auf und suchst nach Kotspuren. Diese sind eher flüssig als fest und trocknen zu kreisförmigen kleinen Flecken ein. Da diese aus verdautem Blut bestehen, färben sie die Bettwäsche rot, wenn du sie befeuchtest.

Wissenwertes über die Plagegeister

68%
241
.
40
.
55°

der Hotels in Bayern hatten

mindestens einmal Bettwanzen

Einsätze gegen Bettwanzen

im letzten Jahr durch die Fa. IHD

Wochen können Bettwanzen

ohne Nahrung überleben

können Bettwanzen

unbeschadet überleben

68%

der Hotels in Bayern hatten

mindestens einmal Bettwanzen

40
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Wochen können Bettwanzen

ohne Nahrung überleben

241
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Einsätze gegen Bettwanzen

im letzten Jahr durch die Fa. IHD

55°

können Bettwanzen

unbeschadet überleben

Bettwanzenbekämpfung: wie erkenne ich Bettwanzen?

Bettwanzen verstecken sich tagsüber gerne in Ritzen von Möbeln oder hinter Tapeten. Nachts suchen sie sich ihre Opfer: Menschen und Tiere, deren Blut sie anzapfen. Für gewöhnlich jucken die Stiche einige Tage. Bei empfindlichen oder allergischen Menschen hingegen können sie die Haut entzünden, Asthma auslösen oder das Sehvermögen mindern. Ob die Tiere Krankheiten übertragen, ist bis heute nicht bekannt.

Bei Befall hilft nur eine professionelle Bekämpfung. Man kann nur davor warnen, ein Insektenspray einzusetzen, weil man die Tiere so nur von einem Zimmer ins andere verscheucht. Vetrieben oder gar tot sind sie damit noch längst nicht. Im Gegenteil, die Tiere sind zäh, können sie doch bis zu sechs Monate hungern und große Kälte erdauern. «Entscheidend ist schnelles Handeln», sagt Müller. Je länger man zuwarte, desto aufwendiger werde die Bekämpfung.

Präventive Wirkung entfaltet wachsames Reisen. Ist ein Hotelzimmer befallen, rät Müller dazu, den Vorfall dem Hotelverantwortlichen zu melden und darauf zu insistieren, ein anderes Zimmer zu erhalten. Bei der Rückkehr gelte es, das Gepäck auf dem Balkon oder in der Waschküche auszupacken und die befallene Wäsche möglichst umgehend bei 60 Grad zu waschen oder eine halbe Stunde bei 45 Grad zu tumblern. Besonderes Augenmerk gilt dem Schlafsack, weil sich Bettwanzen gerne darin verkriechen.

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